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"Das Unbehagen in der globalen Welt"

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"Das Unbehagen in der globalen Welt"

Beitrag von Austrian Economics am 07.03.17 11:22

Die Welt kämpft um die Globalisierung, heißt es. Wie kann der Wohlstand besser auf die breiten Massen verteilt werden, heißt es. Es soll nicht sein, dass nur die Eliten durch die Globalisierung gewinnen, heißt es. Ein Unbehagen geht durch die Gesellschaften, heißt es.

Ich stimme zu. Mein Eindruck von der westlichen Welt deckt sich diesen vorgetragenen Ängsten, Sorgen und Nöten. Zu viele Menschen fühlen sich abgehängt. Doch es wäre ein leichtes, gegen all das etwas zu tun.

Die Lösung ? Entfesselung des Kapitalismus, Befreiung der Massen von allen Hürden und Knüppeln, die staatliche Gesetze ihnen auferlegen und sie daran hindern, ihr so wertvolles und einmaliges Leben durch Tauschbeziehungen zu anderen Menschen zu verbessern !

Niemals darf es einen Zwang gegenüber Menschen geben, sich ökonomisches Wissen aneignen zu müssen. Dennoch bin ich der Meinung, dass Menschen sich bilden sollten, wenn sie Antworten auf bestimmte Problemstellungen erhalten wollen. So lange Menschen nicht verstehen, dass ein freier Handel bedeutet, dass sich 2 Menschen frei und freiwillig begegnen können um einen Tausch zu vollziehen, der beide besser stellt als sie zuvor da gestanden haben (aus Sicht der am Tausch beteiligten Protagonisten) und dass beiderlei Bedürfnisse dabei gedeckt werden, weil sie sonst diesen Tausch nicht vollziehen würden, leben wir in einer Gesellschaft oder auch Welt, in der Regierungen die Macht erhalten, diese Freiheit einzuschränken indem sie vorgeben, unter welchen Bedingungen, Kosten, Aufwänden, als von der Regierung legitim empfundenen Bedürfnissen, Kriterien, Voraussetzungen usw. usf. ein solcher Tausch überhaupt erst stattfinden darf.

Dass dadurch Kosten für Menschen erzeugt werden, die sich diese auf vielerlei Weise nicht leisten können, liegt daran, weil Menschen Individuen und daher ungleich sind. Diese Ungleichheit ist es, die das Tauschbedürfnis veranlasst. Es wird niemals gleiches gegen gleiches getauscht sondern ungleiches gegen ungleiches. Exakt diese menschliche Natur ist, warum staatliche Eingriffe so zerstörerisch auf Gesellschaften wirken. Einer Form des Sozialdarwinismus nur durch menschliche Eingriffe entsprechend, wirken staatliche Eingriffe selektiv. Staatliche Gesetze haben die Wirkung, privilegierend für jene zu wirken, die sie schützen und diskriminierend zu wirken, die sie benachteiligen. Wer also in seiner Haltung stets meint, man solle niemanden diskriminieren, muss diese Überzeugung auf die Wirkung staatlicher Gesetze anwenden und sollte durchanalysieren, welche Folgeerscheinungen dadurch zu Tage treten. Im Grunde aber ist es recht einfach und vorhersehbar. Jene die gesellschaftlich den Aufstieg geschafft haben, fallen schwerlich wieder hinunter. Jene die zuerst in das gesellschaftliche Loch gefallen sind, kommen schwerlich hinauf. Dieser Zustand bewirkt die psychologische Angst vor einem gesellschaftlichen Abstieg aus dem heraus man auch mit größtmöglicher eigener Kraft und Fleiß nicht so einfach kommt. Dieser Zustand jedoch würde sich aufheben, wenn man den Kapitalismus entfesseln, die freie Marktwirtschaft wieder massenwirksam machen würde. Vom Tellerwäscher zum Millionär ist das Credo des freien Marktes. Es obliegt dann dem eigenem Fleiß. In der gegenwärtigen Struktur der Gesellschaft die durch staatliche Eingriffe überformt wird, ist es nicht möglich, dass es jeder mit eigenem Fleiß vom Tellerwäscher zum Millionär bringen kann. Die Konsistenz der Struktur des gegenwärtigen Systems ist äußerst zähflüssig. Fast schon kann man konstatieren, dass nichts mehr abrinnt, ähnlich einem verstopften Abfluss.

Menschen arbeiten und merken, dass die Arbeit nicht dazu führt, dass sich ihr Leben vielfach verbessert. Vieles verteuert sich nämlich. Die Ursache liegt in der regulierung von Berufsausübungen. Umso mehr Regulation, desto weniger Wettbewerb, desto teurer die Dienstleistungen und Produkte. Du kannst noch so viel arbeiten, aber wenn der Staat regulierend eingreift, entwertet das gleich einer Inflation deine Kaufkraft. Zugleich meinen jene, die durch Regulierung zu profitieren trachten, dass die daraus resultierenden künstlich höheren Löhne ihnen nutzen. Betrachtet man aber ala long auch eine zunehmende Anzahl der Arbeitslosigkeit, die daraus entsteht, dass jene Menschen keinen Zutritt in diese Berufsausübung haben, werden Einkommen mit großer Wahrscheinlichkeit besteuert werden müssen um die staatliche Allimentierung der durch regulierende staatliche Eingriffe entstandenen Arbeitslosen zu gewährleisten.

Ebenfalls eine Verteuerung wird durch die Inflation der Zentralbankpolitik verursacht. Mittels Inflation versuchen Staaten sich zu entschulden. Inflation wirkt wie eine heimliche Besteuerung. Wer ein großes Vermögen hat, kann eine Inflation nutzen um als Inflationsgewinner durchs Ziel zu kommen. Man legt dazu das Vermögen auf eine Weise an, dass es zu einer Wertsteigerung kommt. Das ist gerade bei kleinen Einkommen eher nicht der Fall, geschweige denn bei Arbeitslosen oder Rentnern. Auf diese Weise driften reich und arm auseinander. Das hat mit Globalisierung nichts zu tun sondern mit der Geldpolitik, gleichwohl diese Form der Politik global ist. Sie schafft Privilegierte auf der einen und Benachteiligte auf der anderen Seite. Inflation kumuliert in Wirtschaftskrisen mit darauffolgender Arbeitslosigkeit und teilweise schweren sozialen Verwerfungen, die eine Gesellschaft für radikale und populistische Sirenen empfänglich machen können.

Bevor es zum 2. Weltkrieg gekommen ist, gab es auch eine Inflation, die sogar in eine Hyperinflation überging. Die sogenannten goldenen Zwanziger waren ihrerseits auch mit billigem Geld gestützt und mündete dann in der Weltwirtschaftskrise von 1929. Schuld gab man damals "den Juden" anstatt darüber nachzudenken was mit dem Geldsystem nicht in Ordnung ist. "Die Juden" und "der Kapitalismus" mussten als Sündenböcke herhalten für etwas, dass staatliche Regierungen und Zentralbanken getan haben.

Heutzutage gehen die Menschen wieder auf die Suche nach einem Sündenbock. Wieder wird "der Kapitalismus" genannt. Richtig verstanden handelt es sich aber beim Kapitalismus um eine Form der Anarchie die geordnet wird, durch Regeln und Rechte, die das Eigentum mit sich bringt. Ein solch freier Kapitalismus, wie er in der Theorie formuliert wird, hat sich weltweit noch nirgendwo zeigen dürfen. Doch gibt es immer wieder Beispiele dafür, wie nur ein wenig Kapitalismus Menschen verhilft, anstatt zu verhungern, ein zumindest erträgliches Leben aufzubauen. Glorreich war sicherlich jene Zeit, als der Mythos Amerika sich bis in das heutige Bewusstsein eingebrannt hat. Als die Menschen, die nach Amerika auswanderten, im großen und ganzen recht frei leben und wirtschaften konnten, wurde Amerika zum reichsten Land der Erde und vermochte zu integrieren, Millionen von Menschen unterschiedlicher Hautfarben, Kulturen und Religionen. Es war der Liberalismus, der dies vermochte. In dem Maße wie er abnahm, traten an seine Stelle Konflikte und Kriege.

Freier Handel, Globalisierung, Kapitalismus, sind Segnungen die überall dort gering und geringer geschätzt werden, wo staatliche und zentralbänklerische Eingriffe in ihrer fatalen und verheerenden Wirkung nicht gesehen und erkannt werden.

Die Ökonomie ist eine der letzten Wissenschaften, die in die Welt getreten ist um den menschlichen Geist zu erleuchten. In diesem Sinne tut eine Renaisance von Aufklärung und Liberalismus dringend Not. Es gilt dabei nicht weniger als sich von den Lebenslügen linker und rechter Populisten zu distanzieren mittels der Kraft des eigenen Verstandes, den zu bedienen man nicht früh genug in Erwägung ziehen kann.

Austrian Economics
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Re: "Das Unbehagen in der globalen Welt"

Beitrag von bushi am 22.06.17 20:27

durch die Globalisierung gibt es jetzt weniger arme Menschen (Gleichmacherei ?)
siehe auch Beitrag: "Freiheit für den Kapitalismus......"
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