Forum für Politik und Unterhaltung
Hallo!

Wir würden uns freuen, wenn wir dich im Forum begrüßen dürften.
Klicke einfach in der Navigationsleiste auf "Registrierung" oder in dieser Box auf "Anmelden" und schon bist du einen Schritt weiter und gehörst zur freundlichen Community!

Wir alle freuen uns auf deine Beiträge!

Achtung: Erst nach deiner Anmeldung/Registrierung kannst du alle Foren sehen und Beiträge lesen und beantworten.

Hinweis: Mitglieder die keinen Beitrag geschrieben und sich mehr als 90 Tage nicht eingeloggt haben, werden wieder gelöscht.
Wir bitten um dein Verständnis!

"Arbeitszwang ist Unrecht, schafft keinen Wohlstand und löst auch keine Probleme"

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

"Arbeitszwang ist Unrecht, schafft keinen Wohlstand und löst auch keine Probleme"

Beitrag von Austrian Economics am 24.02.17 0:58

Im österreichischen Bundesland Niederösterreich wurde per 1.1.2017 eingeführt, dass Bezieher von Mindestsicherung von der jeweiligen Gemeinde zur gemeinnützigen Arbeit eingesetzt werden dürfen. Das hat jetzt zu dem Fall geführt, dass eine 84jährige Frau zum Straßenkehren verdonnert wurde.

Daraufhin hat sich rege Kritik geregt. Als Rückfall in das Armenwesen des letzten Jahrhunderts und als Sklaverei wurde diese neue Regelung bezeichnet.

Es könnte sein, dass dieses Gesetz aufgrund der Kritik daran entweder abgeschwächt oder abgeschafft wird.

Was man aber erkennen kann, ist, dass Sozialismus zu Arbeitszwang führt. Dass Arbeitszwang eine Form der Sklaverei ist, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Wenn der Staat sich aus dem Leben und Handeln der Menschen zurückziehen würde (Abbau von Besteuerung und Aufhebung von Regulierung), entstünden genug Arbeitsplätze sodass die Menschen selbst entscheiden könnten, ob sie arbeiten wollen oder nicht bzw. hätten die Menschen ebenso mehr Möglichkeiten zu entscheiden was sie arbeiten wollen und was nicht.

Es ist unbezweifelbar, dass freiwillige Arbeitslosigkeit so lange rechtens ist, wie niemand anderer gezwungen wird, jenen Menschen zu alimentieren. Freiwillige Alimentierung dagegen ist immer in Ordnung.

Das einzige, dass legitimerweise einen Menschen zur Arbeit zwingen darf ist der eigene Wille zu existieren. Jedoch ist es Unrecht, wenn Menschen andere Menschen zur Arbeit zwingen.

Die Menschen, die jeden Tag arbeiten gehen und nicht viel mehr zum Leben haben als jene, die keine Arbeit haben, verstehen nicht, wieso Menschen die nicht so hart arbeiten wie sie, trotzdem Geld erhalten, dass nicht so viel weniger ist als das, was sie erhalten. Doch Arbeitszwang ist definitiv die falsche Lösung, weil es überhaupt keine Lösung ist.

Dass die Menschen, die hart arbeiten aber nicht viel zum Leben haben, über ihre eigene Situation oft nicht gerade glücklich sind, hat folgende Ursachen:


Die Zwangsinflation der Zentralbank entwertet die Kaufkraft. Darum steigt die Teuerung. Das Geld, dass man verdient, reicht gerade noch so zum Leben.
Anstatt also sich für einen Arbeitszwang arbeitsloser Menschen auszusprechen, sollte die Gesellschaft eine Bewegung bilden, die gegen die Zentralbank protestiert um die Zerstörung der Kaufkraft des Geldes, die Vernichtung der Spareinlagen, die mit der Inflation verbundene Anheizung der Spekulation und Blasen, sowie der im Endprodukt daraus resultierenden Wirtschaftskrisen mit der Folge steigender Arbeitslosigkeit, entgegen zu treten. Das ist nämlich eine der gravierendsten Ursachen der sozio-ökonomischen Probleme in unserer Welt. Darauf zu vertrauen, dass auf staatlichen Universitäten den werten Studenten Aufklärung gegenüber den gegenwärtig vorherrschenden Irrtümer beigebracht wird, ist ein naiver Irrtum. Auf staatlichen Schulen wird die "österreichische Schule der Nationalökonomie" die mit Österreich nur in dem Sinne zu tun hat, dass ihre Vertreter von dort stammten, nicht gelehrt. Im besten Falle wird diese ökonomische Denkrichtung kurz angeschnitten, doch wird sie nicht gelehrt. Gelehrt wird jene Theorie aus der heraus Inflation, die gesellschaftliche Überschwemmung billiger Kredite und Geldes, legitimiert wird. Exakt das, was zu jenen Wirtschaftskrisen seit eh und jeh führt, die Sozialisten linker und rechter Coleur dem Kapitalismus anlasten wollen, da ein Sündenbock gebraucht wird.

Weitere Ursachen für die Teuerung von Gütern und Dienstleistungen sind natürlich Mindestlöhne und alle Eingriffe die einen Mindestlohneffekt nach sich ziehen sowie alle staatlichen Eingriffe die mittels Besteuerung und Regulierung die Marktwirtschaft derart aushölen, sodass das Angebot zugunsten höherer Löhne und Preise künstlich verknappt wird. Auch mittels staatlichem Berechtigungswesen werden somit gewisse Berufsgruppen zu Empfängern höherer Löhne, die von Kunden dann im geringer ausgeprägten Wettbewerb bezahlt werden müssen.

In einer freien Marktwirtschaft, was voraussetzt den Arbeitsmarkt von staatlichen Regulierungen (dazu zählt auch das Berechtigungswesen), Vorschriften und Besteuerungen zu befreien, würde der Sektor der Privatwirtschaft wachsen. Die Mittelschicht würde Ängste des gesellschaftlichen Abstieges verlieren während der Zukunftsoptimismus ansteigen würde. Mit der Befreiung wirtschaftlicher Handlungen, gewännen die Menschen Perspektiven und Chancen. In diesem Maße müsste dann auch der Sozialstaat sukzessive abgebaut werden, denn die Menschen würden nach und nach ihre Abhängigkeit vom Staat verlieren während sie mehr und mehr in der Privatwirtschaft an einem besseren Leben arbeiten könnten. Der Gesamtwohlstand in der Gesellschaft würde zunehmen, gerade auch jener der Ärmsten. Dazu aber wäre es unabdingbar, der Zwangsinflation Einhalt zu gebieten durch ein freies Marktgeld, vielleicht edelmetall-gedeckt, dass durch Banken auf einem ebenso freien Bankenmarkt emittiert würde. Denn die Armen leiden schnell, wenn Preise sich verteuern. In einer freien Marktwirtschaft jedoch gilt die Tendenz, dass Preise eher abnehmen aufgrund des Produktivitätsfortschrittes, der globalen Arbeitsteilung oder neuer Innovationen. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch manch ein Gut aufgrund zunehmender Nachfrage im Preis auch ansteigen würde. Auch und gerade der marktwirtschaftliche Wettbewerb, so lange er frei ist, bedeutet Konkurrenz darin, die beste Qualität zum geringst möglichen Preis anzubieten. Sozialismus dagegen schafft schrittweise den Wettbewerb ab, verteuert das Leben, lässt die Armen leiden und all das, weil der Irrtum, man könne Ergebnisse planen indem man alle Ressourcen auf ein einziges Ziel fokussiert, nicht aus den Menschen zu bekommen ist. Gerade weil Menschen Individuen sind und sich daher von national-kollektivistischen oder international-kollektivistischen Sozialismusmenschenbildern unterscheiden, kann eine Planwirtschaft nicht im Sinne der Individuen einer Gesellschaft funktionieren. Immer nur kann eine Klientel das Privileg haben, auf Kosten aller anderen besser gestellt zu sein. Dieses Phänomen, dass man dem Neoliberalismus zuschreibt ist Ergebnis einer sozialistischen Politik, wie sie seit Jahrzehnten betrieben wird. Und diese Politik ändert sich nicht, wenn rechte Planwirtschaft eine linke Planwirtschaft ablöst sondern nur, wenn liberale Politik, jenseits von links und rechts, jedwede Planwirtschaft durch freie Marktwirtschaft ersetzt.

Nur die Entsagung sozialistischer Mythen kann dazu führen, dass die Gesellschaft den Zustand eines andauernden und anschwellenden Konfliktes, der bestenfalls niemals ausbrechen möge, in friedliche Bahnen wieder lenkt. Umso sozialistischer die Gesellschaft durch linke oder rechte Vorstellungen gestaltet wird, umso konfliktreicher wird das Zusammenleben. NUR die Marktwirtschaft kann Menschen, die einander fremd sind, die einander ungleich sind, die womöglich weder Werte, Weltbilder, Glauben oder Geschmack teilen, in einen Zustand friedlicher Abhängigkeit zueinander bringen, sodass jeder Ausbruch von Gewalt und Krieg auf exakt NUR diese Weise verhindert werden kann. Es ist die freie Marktwirtschaft die Freiheit, Wohlstand und Frieden bringt. Der verstorbene liberale Schriftsteller Roland Baader sagte einst, dass dort, wo nicht Güter die Grenzen passieren, es irgendwann Soldaten tun werden. Darum lautete sein Fazit: "Markt oder Befehl !"

Um auf das niederösterreichische Gesetz zur Mindestsicherung vom 1.1.2017 in Niederösterreich zu kommen, schließt sich damit der Kreis. Anstelle von Markt, galt der Befehl. Das ist das Wesen des Sozialismus.

Der Arbeitszwang macht auch niemanden reich, weil der Staat bestimmt, wo die Ressource Mensch eingesetzt werden soll und nicht die Menschen, die freiwillig Menschen nachfragen. Zudem bleiben die Menschen als Ausgabefaktor für staatliche Transferleistungen bestehen, werden somit nicht durch die Privatwirtschaft finanziert und erwirtschaften in dem Sinne auch keinen gesellschaftlichen Wohlstand.

Austrian Economics
Frischling
Frischling

Männlich
Anzahl der Beiträge : 24
Alter : 27
Ort : Welt
Anmeldedatum : 30.01.17

Nach oben Nach unten

Re: "Arbeitszwang ist Unrecht, schafft keinen Wohlstand und löst auch keine Probleme"

Beitrag von bushi am 26.06.17 11:54

Austrian Economics schrieb:
Was man aber erkennen kann, ist, dass Sozialismus zu Arbeitszwang führt.
für's Gemeinwohl darf man schon etwas tun
"einer für alle, alle für einen"
avatar
bushi
Spammer
Spammer

Männlich
Anzahl der Beiträge : 19274
Alter : 74
Ort : rotes Wien
Nationalität :
Anmeldedatum : 09.11.07

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten