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Der Schlaf des Gerechten oder was daraus werden kann

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Der Schlaf des Gerechten oder was daraus werden kann

Beitrag von fidelio777 am 18.01.12 7:08

Da hat einer wohl sehr gut geschlafen, so gut geschlafen das er glatt verpennt hat in einem Zug. Als der Zug weiter fuhr erwachte er und da zog er kurzerhand die Notbremse. Was darauf geschehen ist, kann diesen Mann sehr teuer zu stehen kommen.

Denn wegen dieser Notbbremse konnten viele Züge leider nicht mehr fahren. Aber lest doch selbst.

Chaos im SBB-Netz


Dem Notbremser droht eine Anzeige


Ein Passagier brachte am Dienstagmorgen die Hauptachse Olten - Zürich fast vollständig zum Erliegen. Die SBB prüfen nun rechtliche Schritte - doch vom Täter fehlt jede Spur.


Tausende Pendler fahren jeden Werktag die Strecke Zürich – Olten. Doch ein einzelner Passagier sorgte am Dienstagmorgen für das grosse Zugchaos auf dem SBB-Schienennetz.

Der Passagier hatte vermutlich seinen Zielbahnhof verpennt und bemerkte zwischen Schlieren und Dietikon, dass er auf dem Holzweg war. Also zog er kurzerhand die Notbremse. Die Folgen waren verheerend: Der Zug geriet auf einem so genannten Streckentrenner zum Stillstand. Dort führten unterschiedliche Stromspannungen schliesslich dazu, dass 200 Meter der Fahrleitung auf den Boden fielen.

«Der Lokführer sah ihn davonrennen»

Wer die Notbremse gezogen hat, ist unklar. Der Fehlbare haute nach seinem Notstopp ab. «Der Lokführer sah die Person über die Gleise davonrennen», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli zu 20 Minuten Online. Eine Täterbeschreibung konnte der Lokführer allerdings nicht geben, weil er die Person nur ungenau gesehen habe. Auch sonst seien bislang keinerlei Hinweise über die Person eingegangen.

Für den Notbremse-Passagier könnte sein abrupter Stopp allerdings noch ungemütlich werden. Die SBB prüfen derzeit, ob sie eine Anzeige gegen Unbekannt einreichen wollen. Der Passagier könnte im Falle einer Verurteilung nicht nur wegen Missbrauchs der Notbremse, sondern auch wegen Störung des Bahnverkehrs bestraft werden, sagt Schärli. Was die SBB konkret unternehmen werden, werde derzeit von der Rechtsabteilung geprüft und dürfte noch mehrere Tage dauern.

Streckenbetrieb hat sich fast normalisiert

Im Laufe des Nachmittags war das dritte Gleis im betroffenen Bereich wieder befahrbar. Damit konnte man den Ansturm der abendlichen Rush-Hour bewältigen, teilte die SBB mit. Die Inbetriebsetzung des vierten Gleises verzögerte sich bis um 20 Uhr. Insgesamt waren laut SBB- Sprecher Reto Kormann 465 Züge von der Behinderung betroffen, die Verspätungen summierten sich auf 3764 Minuten. Bei der Reparatur der Fahrleitung wurde auch ein Schienenbruch festgestellt. Ob dieser eine Folge des Vorfalls vom Dienstag ist, sei nicht klar.

Noch ungewiss war am späten Nachmittag das Ende der Behinderung auf der Strecke Zürich HB - Schaffhausen. Diese Störung in der Stromversorgung macht seit Tagen Probleme. Laut Kormann ist im Neuhauser Tunnel eine Stromschiene auf einer Länge von 100 Metern defekt.

Solange die Beeinträchtigung dauert, sind zwischen Neuhausen am Rheinfall und Jestetten Busse im Einsatz. Die internationalen Züge Zürich HB - Stuttgart werden umgeleitet, was eine rund 10 Minuten längere Reisezeit zur Folge hat. Die Fernverkehrszüge Zürich HB - Schaffhausen fallen zwischen Schaffhausen und Bülach aus. Die Reisenden können aber via Winterthur fahren.

Quelle: http://www.20min.ch/leser_reporter/stories/story/Dem-Notbremser-droht-eine-Anzeige-14297669

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